Energieprojekte werden komplexer – Projektsteuerung muss mithalten
Netzausbau, Erneuerbare, Speicherlösungen, Wasserstoff, Instandhaltung im laufenden Betrieb:
Stadtwerke und Energieversorger managen heute mehr Projekte parallel als je zuvor – oft mit wachsender externer Beteiligung, steigenden regulatorischen Anforderungen und engem Zeitrahmen.
Was viele Organisationen dabei unterschätzen:
Nicht die technische Umsetzung ist der Engpass, sondern die Projektsteuerung.
In Gesprächen mit Projektleitern aus der Energiewirtschaft zeigt sich immer wieder dasselbe Muster:
- Informationen sind verteilt
- Fortschritte schwer vergleichbar
- Entscheidungen basieren auf veralteten Reports
Das Ergebnis: Verzögerungen, Mehraufwand und vermeidbare Risiken.
Warum klassische Projektmethoden Energieprojekte ausbremsen
Viele Energieprojekte werden noch immer mit einer Mischung aus:
- Excel-Listen
- E-Mails
- Status-Meetings
- manuellen Berichten
gesteuert.
Das funktioniert – bis die Komplexität steigt.
Typische Folgen:
- Statusberichte zeigen die Vergangenheit, nicht den aktuellen Stand
- Abhängigkeiten zwischen Teilprojekten bleiben unsichtbar
- Probleme werden erst erkannt, wenn sie bereits kritisch sind
- Projektleiter verbringen mehr Zeit mit Koordination als mit Steuerung
Gerade bei Infrastrukturprojekten mit vielen Gewerken und externen Partnern wird das schnell zum Risiko.
Digitale Projektsteuerung: vom Statusbericht zur Echtzeit-Transparenz
Moderne Projektsteuerung in der Energiewirtschaft bedeutet mehr als „Software einsetzen“.
Es geht um einen durchgängigen digitalen Projektansatz.
Kernprinzipien:
- Zentrale Datenbasis statt Tool-Silos
- Echtzeit-Status statt Wochenberichte
- Klare Rollen und Verantwortlichkeiten
- Nachvollziehbarkeit über den gesamten Projektlebenszyklus
Statt einzelne Dokumente zu pflegen, entsteht ein digitaler Projektzwilling:
eine kontinuierlich aktuelle Sicht auf Aufgaben, Abhängigkeiten, Fortschritt und Risiken – von der Planung bis zur Inbetriebnahme.
Was Stadtwerke konkret davon haben
Digitale Projektsteuerung zahlt sich vor allem dort aus, wo Projekte groß, langfristig und kritisch sind.
Typische Mehrwerte in Energieprojekten:
- Frühzeitige Risikotransparenz
Abweichungen werden sichtbar, bevor sie Termine oder Budgets gefährden.
- Bessere Zusammenarbeit mit externen Partnern
Alle Beteiligten arbeiten auf derselben Datenbasis – ohne Medienbrüche.
- Weniger Abstimmungsaufwand
Projektstatus ist jederzeit abrufbar, nicht an Meetings gebunden.
- Verlässliche Entscheidungsgrundlagen
Management-Dashboards zeigen den realen Projektstand – nicht Interpretationen.
- Nachhaltige Dokumentation
Projekte bleiben auch Jahre später nachvollziehbar – wichtig für Revision, Betrieb und Folgeprojekte.
📘 Weiterführend:
Wie Stadtwerke ihre Projektsteuerung systematisch digitalisieren
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Warum Pilotprojekte der beste Einstieg sind
Ein häufiger Denkfehler:
Digitale Projektsteuerung müsse sofort „groß“ eingeführt werden.
In der Praxis bewährt sich ein anderer Ansatz:
- ein klar abgegrenztes Pilotprojekt
- reale Projektbedingungen
- echte Beteiligte
- messbare Effekte
So lassen sich:
- Prozesse testen
- Akzeptanz aufbauen
- konkrete Einsparpotenziale belegen
ohne unnötiges Risiko.
Projektsteuerung entscheidet über Tempo der Energiewende
Die Energiewende ist nicht nur eine technische Herausforderung –
sie ist eine Projektmanagement-Aufgabe.
Wer Projekte:
- transparenter
- schneller
- besser abgestimmt
steuert, verschafft sich echten Handlungsspielraum – intern wie extern.
Digitale Projektsteuerung ist dafür kein Nice-to-have mehr,
sondern ein strategischer Erfolgsfaktor.
🎯 Nächster Schritt: ins Gespräch kommen
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