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Warum Medienbrüche den digitalen Projektzwilling sabotieren - und Projekte unnötig teuer machen

Geschrieben von Santana-Alina Hagemann | 16.01.2026 05:00:01

Der digitale Projektzwilling steht – aber die Verbindung fehlt

Der digitale Projektzwilling gilt als Schlüssel für moderne Projektsteuerung:
Ein zentrales, aktuelles Abbild des Projekts, das Termine, Fortschritt, Abweichungen und Entscheidungen transparent macht.

In der Theorie.

In der Praxis sieht es oft so aus:

  • Termine in Excel

  • Fortschrittsmeldungen per E-Mail

  • Mängel in PDFs

  • Entscheidungen im Meeting

  • Statusberichte manuell zusammengebaut

Der Projektzwilling existiert – aber er ist fragmentiert.
Und genau hier beginnen die Probleme.

Medienbrüche: Der unsichtbare Saboteur im Projektmanagement

Medienbrüche entstehen überall dort, wo Informationen:

  • manuell übertragen werden

  • doppelt gepflegt werden

  • nicht miteinander verknüpft sind

  • zeitverzögert ankommen

Excel, E-Mail und Einzeltools sind dabei keine „Notlösungen“ –
sie sind aktive Risikotreiber.

Denn sie verhindern, dass ein Projekt wirklich digital gesteuert wird.

Warum Excel & E-Mail den Projektzwilling aushebeln

Ein digitaler Projektzwilling lebt von Zusammenhängen:

  • Aufgabe ↔ Termin

  • Termin ↔ Fortschritt

  • Fortschritt ↔ Kosten

  • Abweichung ↔ Maßnahme

Medienbrüche trennen genau diese Verbindungen.

Typische Effekte:

  • Fortschritt wird gemeldet, aber nicht eingeordnet

  • Abweichungen sind sichtbar, aber ohne Kontext

  • Auswirkungen auf Folgegewerke bleiben verborgen

  • Entscheidungen basieren auf Teilinformationen

Der Projektzwilling wird zum Datenfriedhof statt zum Steuerungsinstrument.

Der wahre Preis fehlender Durchgängigkeit

Medienbrüche kosten nicht nur Zeit – sie kosten Geld, Vertrauen und Steuerungsfähigkeit.

Konkret bedeutet das:

  • Mehr Abstimmungsschleifen

  • Spätere Eskalationen

  • Höherer Dokumentationsaufwand

  • Fehlentscheidungen durch veraltete Daten

  • Intransparenz gegenüber Auftraggebern

Besonders in Großprojekten summiert sich das schnell zu:

Wochen Verzögerung.
Sechsstelligen Mehrkosten.
Dauerstress für Projektmanager.


Durchgängigkeit ist kein IT-Thema – sondern Führungsfrage

Digitale Durchgängigkeit heißt nicht:

„Wir haben viele Tools.“

Sondern:

  • Eine zentrale Projektlogik

  • Ein konsistenter Datenfluss

  • Ein gemeinsames Verständnis vom Projektstatus

  • Eine Quelle der Wahrheit

Nur dann kann ein Projektzwilling das leisten, was er verspricht:
Steuern statt erklären.

Was echte digitale Durchgängigkeit ausmacht

Ein durchgängiges Projektmanagement-System:

  • verknüpft alle Projektobjekte logisch miteinander

  • aktualisiert Status automatisch aus der Arbeit

  • vermeidet manuelle Übertragungen

  • macht Auswirkungen sofort sichtbar

  • ersetzt Excel-Schattenwelten

Der Projektstatus entsteht dann nicht im Reporting –
sondern direkt im Projekt.

Was Projektmanager dadurch gewinnen

Mit digitaler Durchgängigkeit:

✔️ weniger Abstimmungsaufwand

✔️ klare Entscheidungsgrundlagen

✔️ belastbare Aussagen zum Projektstatus

✔️ mehr Zeit für Führung statt Verwaltung

✔️ weniger „Überraschungen“


Oder anders gesagt:

Der Projektzwilling arbeitet für dich – nicht gegen dich.


Fazit: Medienbrüche sind keine Kleinigkeit – sie sind ein Risiko

Solange Excel, E-Mails und Einzellösungen den Projektalltag dominieren, bleibt der digitale Projektzwilling Stückwerk.

Erst digitale Durchgängigkeit macht ihn:

  • aktuell

  • vertrauenswürdig

  • steuerungsfähig

Und damit zu dem, was Projektmanager wirklich brauchen:
ein Werkzeug, das Komplexität beherrschbar macht.

👉 Im nächsten Beitrag schauen wir uns an, warum manuelle Fortschrittsmeldungen Projekte systematisch verfälschen – und wie digitale Projektsteuerung das verhindert.