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Transformation des industriellen Projektmanagements mit dem industriellen Metaverse

Geschrieben von Santana-Alina Hagemann | 28.11.2025 05:00:00

Industrie trifft Zukunft: Der Aufstieg des Industrial Metaverse

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction klang, wird heute Realität:
Das Industrial Metaverse verändert, wie Projekte geplant, gesteuert und umgesetzt werden.

Im Gegensatz zum „klassischen“ Metaverse, das oft mit Gaming oder virtuellen Treffen assoziiert wird, steht beim Industrial Metaverse eines im Mittelpunkt: Effizienz, Transparenz und Produktivität in der realen Industrie.

Dank Technologien wie Digital Twins, KI, IoT und Augmented Reality verschwimmen die Grenzen zwischen digitaler Planung und realer Umsetzung.
Unternehmen wie Siemens, NVIDIA, EDAG oder COMAN Software zeigen schon heute, wie sich virtuelle und physische Welten zu einem durchgängigen Projekterlebnis verbinden lassen.

Was heute schon möglich ist

Das Industrial Metaverse ist keine ferne Zukunftsvision – es ist bereits da.
Mit digitalen Zwillingen lassen sich Anlagen, Maschinen oder ganze Produktionsstandorte in Echtzeit abbilden.

Diese virtuellen Abbilder zeigen live, was in der Realität passiert – inklusive aller Daten, Abhängigkeiten und Fortschritte.
Durch VR- und AR-Technologien können Projektteams oder Auftraggeber durch digitale Anlagen „laufen“, Abläufe simulieren oder Wartungsprozesse trainieren – völlig ohne Risiko oder Materialverbrauch.

Praxisbeispiel:
Bei der Planung neuer Batteriefabriken nutzen Ingenieure virtuelle Modelle, um Baufortschritte zu visualisieren und Engpässe zu erkennen, bevor sie real entstehen.

💡 Auch KI spielt eine entscheidende Rolle: Sie analysiert Datenströme, erkennt Muster, sagt Risiken voraus und schlägt automatisch Optimierungen vor.

🏗️ EDAG Production Solutions nutzt die NVIDIA Omniverse Plattform, um auf Leitmessen wie der Hannover Messe komplette Produktionsanlagen virtuell zu simulieren und in Echtzeit zu überwachen – inklusive KI‑gestütztem Projektmanagement, interaktiven Schulungen und Qualitätssicherung bis auf Komponentenebene.

🕶️Damit entsteht ein digitales PM‑Cockpit, in dem Projektmanager live Mängel erkennen, Abläufe optimieren und datenbasierte Entscheidungen in einer immersiven 3D‑Umgebung treffen können.

Virtuell + Real = Effizienter denn je

Das Herzstück des Industrial Metaverse ist die Verbindung zwischen virtueller und physischer Welt.
Alles, was im Digital Project Twin passiert – eine Planänderung, eine Materialbestellung, eine neue Sicherheitsfreigabe – wird sofort mit der Realität synchronisiert.

Das hat enorme Vorteile:

🔹 Simulation ohne Risiko: Änderungen können virtuell getestet werden, bevor sie in der echten Anlage umgesetzt werden.


🔹 Weniger Materialeinsatz: Virtuelle Prototypen ersetzen teure Versuchsanlagen.


🔹 Schnellere Entscheidungen: Alle Beteiligten – von der Konstruktion bis zur Montage – greifen gleichzeitig auf dieselben Daten zu.


Gerade in globalen Projekten bedeutet das: Weniger Abstimmungsaufwand, schnellere Umsetzung, mehr Fortschritt.
Ingenieure, Planer und Lieferanten arbeiten gemeinsam in einer virtuellen Umgebung – ortsunabhängig, in Echtzeit und auf Basis derselben Informationen.

Siemens Xcelerator & EDAG/NVIDIA im Industrial Metaverse

⚙️ Siemens Xcelerator ist eine offene Plattform für digitale Lösungen, Services und Hardware – inklusive Digital Twins und VR-/AR-Tools. In Kombination mit NVIDIA Omniverse entstehen fotorealistische Simulationen und Echtzeit-Kollaboration.

⚙️ EDAG nutzt diese Technologien, um Projektmanagement neu zu denken: Auf der Hannover Messe zeigte EDAG, wie komplexe Anlagen virtuell simuliert und in Echtzeit überwacht werden können. Projektmanager navigieren durch virtuelle Fabriken, prüfen Abläufe und trainieren Prozesse – alles ohne physische Risiken.

KI als virtuelle Assistenz im Projektmanagement

Stell dir vor: Dein Projekt hat einen unsichtbaren Co-Pilot – eine KI, die im Hintergrund mitdenkt. Sie erstellt To-Dos aus Chats, schreibt Tageszusammenfassungen, erkennt Überstunden und sagt rechtzeitig Bescheid. Klingt futuristisch? Ist es aber nicht.

Aktuelle Use Cases:

  • Automatisches Task Scheduling und Gantt-Anpassung.
  • Meeting-Zusammenfassung + Action-Items via KI-Tool.
  • Ressourcen- & Budget-Forecasting inklusive Anomalie-Erkennung.
  • Chatbot für schnelle PM-Insights & Status-Abfragen.
  • Priorisierung nach Dringlichkeit & ROI auf Backlog-Ebene.

Tools wie Wrike Copilot, Motion.ai oder ClickUp AI machen das heute schon möglich.

 

 

Vorteile für das Projektmanagement

Das Industrial Metaverse verändert nicht nur Prozesse – es revolutioniert das Denken im Projektmanagement.

Die größten Vorteile auf einen Blick:

Mehr Effizienz:
Prozesse laufen digital vernetzt, Stillstände und Verzögerungen werden früh erkannt.

Kosteneinsparungen:
Virtuelle Simulationen ersetzen physische Tests, vorausschauende Wartung vermeidet Ausfälle.

Sicherheit:
Virtuelle Trainingsumgebungen minimieren Unfallrisiken – VR-Brille, statt Schutzkleidung - Mitarbeiter lernen gefahrlos in 3D-Simulationen.

Bessere Zusammenarbeit:
Globale Teams arbeiten in einem gemeinsamen, immersiven Raum – Entscheidungen werden schneller und fundierter getroffen.

Höhere Flexibilität:
Änderungen lassen sich in Sekunden simulieren und bewerten – perfekt für dynamische Märkte.

Nachhaltigkeit:
Weniger Reisen, weniger Materialeinsatz, weniger Energieverbrauch – smarter planen, nachhaltiger bauen. 🌳🌱🌍

Praxisbeispiele aus der Industrie (🤫Automotive Insights)

Die Automobilindustrie, Vorreiter im Industrial Metaverse, ist längst digital unterwegs – und zwar mit High-End-Technologien, die Projektmanagement neu definieren.
Und das aus gutem Grund: Komplexe Produktionslinien, globale Lieferketten und hoher Innovationsdruck machen digitale Zwillinge und VR-Planung unverzichtbar.

🚗 Volkswagen setzt auf die 3DEXPERIENCE-Plattform, um digitale Projektzwillinge seiner Produktionslinien zu erstellen. Damit lassen sich Baufortschritte in Echtzeit überwachen, Varianten simulieren und globale Fertigungsprozesse synchronisieren.

🤖🦾Projektmanager können „Was-wäre-wenn“-Szenarien durchspielen, bevor ein einziger Roboter den Arm bewegt – das spart Zeit, Material und reduziert Risiken.

🏭 BMW geht mit seiner Virtual Factory noch weiter: Über 30 Standorte werden inzwischen digital geplant und optimiert – auf Basis der NVIDIA Omniverse-Technologie. Jede Halle, jeder Roboter und jede Bewegung wird als Digital Twin abgebildet. Simulationen, die früher Wochen dauerten, erledigt BMW jetzt in drei Tagen.

⚡Kollisionsprüfungen? Automatisch. Änderungen?
Sofort sichtbar. Das Ergebnis: ein Projektmanagement, das global vernetzt, extrem schnell und maximal transparent ist.

 

 

❗Unternehmen arbeiten bereits mit dem Industrial Metaverse, ihre Projekte laufen digital, Entscheidungen fallen in Echtzeit. VR-Technologie ist kein „Nice-to-have“ mehr - sie ist fester Bestandteil im Projektmanagement.

 👉  Und du? Wenn dein Projekt noch analog tickt, verlierst du Zeit, Geld und Vorsprung. Digitalisiere jetzt - nicht irgendwann. Starte den Schritt ins digitale Projektmanagement und sichere dir den Platz in der ersten Reihe.

 

 

Herausforderungen auf dem Weg dorthin

Natürlich bringt die Einführung des industriellen Metaverse auch Herausforderungen mit sich:

⚙️ Technische Komplexität: VR, AR und KI erfordern Know-how und neue Kompetenzen.

 

🔐 Datensicherheit: Die Integration sensibler Betriebsdaten braucht klare Sicherheitsstrategien.


💰 Investition: Hardware, Schulung und Systemintegration sind anfangs kostenintensiv – amortisieren sich aber durch Effizienzgewinne.

Investistionen in Arbeitsstunden kann teuer sein: hier kannst du dir eine bessere übersicht machen, warum es sich dennoch lohnt - ZUM ROI-KALKULATOR


📊 Datenintegration: Unterschiedliche Systeme müssen harmonisiert werden, um eine durchgängige Datenkette zu schaffen.


Doch Unternehmen, die jetzt investieren, sichern sich einen entscheidenden Vorsprung – technisch, organisatorisch und wirtschaftlich.

So gelingt der Einstieg ins Industrial Metaverse

1️⃣ Bedarf prüfen:
Wo entstehen aktuell Informationsbrüche oder Ineffizienzen?

2️⃣ Pilotprojekt starten:
Klein anfangen – zum Beispiel mit einer virtuellen Baustellenbegehung oder einem digitalen Schulungsmodul.

3️⃣ Partner suchen:
Technologieanbieter, Forschungspartner und Software-Experten bringen das nötige Know-how.

4️⃣ Mitarbeiter schulen:
Akzeptanz und Kompetenz entstehen nur durch frühzeitiges Einbinden der Teams.

TIPP: Frag im nächsten Meeting gern nach unserem COMAN-Team-Guide mit hilfreichen Tipps und Tricks zur Akzeptanzsteigerung

5️⃣ Ergebnisse messen:
Welche Effizienzsteigerungen, Zeiteinsparungen oder Qualitätsverbesserungen lassen sich konkret belegen?

Fazit: Der nächste Evolutionsschritt im Projektmanagement

Das Industrial Metaverse verbindet das Beste aus zwei Welten: die Präzision der digitalen Planung und die Realität der physischen Umsetzung.
Es schafft Transparenz, ermöglicht Echtzeit-Kollaboration und reduziert Komplexität – und damit Kosten, Risiken und Zeitverluste.

Wer heute beginnt, die virtuelle und reale Welt zu verbinden, gestaltet das Projektmanagement von morgen.



Nicht mehr reaktiv, sondern vorausschauend.

Nicht mehr isoliert, sondern vernetzt.

Nicht mehr komplex, sondern klar.